Alle Workshops und Veranstaltungen im Überblick.

DatumTitelUhrzeit
13.02.14.02.2019Die Vorhersage von Gewalttaten mit dem HCR-20V309:0015:00
10.04.12.04.2019STATIC-STABLE-ACUTE09:0016:30
25.04.2019START09:0017:00
23.10.24.10.2019Die Vorhersage von Gewalttaten mit dem HCR-20V09:0015:00

Veranstaltungen

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STATIC-STABLE-ACUTE

 Workshop

Eine professionelle Einschätzung der Gefährlichkeit und Rückfallwahrscheinlichkeit von Sexualstraftätern muss in vielen Berufen mittlerweile als Standard angesehen werden. Intuitive Einschätzungen alleine sind heute obsolet, sie tragen nicht zur Verhinderung möglicher Rückfall­ereignisse bei und können im Extremfall sogar Schadensersatzforderun­gen nach sich ziehen. Standardisierte Untersuchungsverfahren garantieren heute eine gute Prognoseleistung bzw. eine genaue Abbildung des Risikos sowie der vorrangigen Betreuungs- und Therapieziele. In diesem Fachseminar erlernen Sie die Handhabung von drei standardisierten Prognose-Verfahren, dem Static-99, dem Stable-2007 und dem Acute-2007. Diese Verfahren wurden von den Seminarleitern ins Deutsche übersetzt und validiert. Sie erreichen in der deutsch­sprachigen Version die gleichen oder sogar bessere Vorhersageleistungen als in den englischen Originalversionen.

Nach Absolvierung des Trainings, in dem Sie in die methodischen Grundlagen eingeführt werden und die aktuellen empirischen Daten über die Prognosegüte der Instrumente vorgestellt werden (Eher et al., 2012, 2013; Etzler et al., 2018; Rettenberger et al., 2011, 2013), sind Sie in der Lage, diese Instrumente korrekt anzuwenden und zu interpretieren. Sie kennen die möglichen Anwen­dungsgebiete, deren Grenzen und können deren Aussagekraft richtig einschätzen. Darüber hinaus wird im Rahmen der Fortbildung die aktuell gültige Form der Risikokommunikation des aktuellen 5-Risikokategorien-Modells vorgestellt (Hanson et al., 2017). Sie bekommen ein Zertifikat über die Absolvierung des Kurses und eine Ausfertigung der deutschen Handbücher.  

Zielgruppe

Berufsgruppen aus den Bereichen der forensischen Psychiatrie, Psychologie und Sozialarbeit, für die die Einschätzung der aktuellen Prob­lematik und Gefahr von Sexualstraftätern relevant ist. Insbesondere ist das Seminar für Fachleute von Relevanz, die aufgrund derartiger Einschätzungen Entscheidungen zu treffen haben (Mitarbeiter/innen der Betreuungsdienste innerhalb des Straf- oder Maßregelvollzuges, Mitarbeiter/innen der Bewährungshilfe, Gerichts- und Vollzugsgutachter/innen, andere Betreuer/innen, Therapeut/innen). 

Trainer

Dipl. Psych. Dr. biol. hum. Anna Matthes, Justizvollzugsanstalt Celle. Anna Matthes studierte Psychologie an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Nach Abschluss ihres Studiums war sie an der Begutachtungs- und Evaluationsstelle für Gewalt- und Sexualstraftäter (BEST) in Wien tätig. Ab 2006 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Differenzielle Psychologie, Diagnostische Psychologie und Rechtspsychologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Im Rahmen ihrer Dissertation an der Universität Ulm, Sektion Forensische Psychiatrie und Psychotherapie (2009), erstellte sie eine Studie zum Thema "Das Sexualstraftä­termanagement im österreichischen Strafvollzug - eine Analyse von Rückfälligkeit und poten­ziellen Einflussfaktoren". Ab 2008 war sie in der Jugendanstalt Hameln tätig und leitete dort ab 2012 die Abteilung „Diagnostik und Planung“ (Aufnahmeabteilung). Seit Juli 2018 ist sie als stellvertretende Anstaltsleiterin in der Justizvollzugsanstalt Celle eingesetzt. 

PD Dr. Martin Rettenberger, Kriminologische Zentralstelle (KrimZ), Wiesbaden, studierte Psychologie (Dipl.-Psych.) an der Universität Regensburg und an der Freien Universität Berlin sowie Kriminologie (M.A.) an der Universität Hamburg. Nach Abschluss seines Studiums war an der Begutachtungs- und Evaluationsstelle für Gewalt- und Sexualstraftäter (BEST) in Wien tätig und promovierte im Jahr 2009 an der Abteilung für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm zum Thema Kriminalprognose bei Sexualstraftätern. Ab August 2010 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Gutachter am Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) angestellt. Von Anfang 2013 bis Februar 2015 war er als Juniorprofessor für Forensische Psychologie am Psychologischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) tätig. Seit März 2015 ist er Direktor der Kriminologischen Zentralstelle (KrimZ) in Wiesbaden. Er stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises der Sozialtherapeutischen Anstalten im Justizvollzug und seit September 2016 Generalsekretär der International Association for the Treatment of Sexual Offender (IATSO).

Prof. Dr. Reinhard Eher, Begutachtungs- und Evaluationsstelle für Gewalt- und Sexual­straftäter, Österreich. Professor Eher ist Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Psychothe­rapeut, Leiter der Begutachtungs- und Evaluationsstelle für Gewalt- und Sexualstraftäter im Österreichischen Strafvollzug (BEST) und wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Gewaltfor­schung und Prävention (IGF) in Wien. Er ist Mitbegründer der International Association for the Treatwment of Sexual Offenders (IATSO) und Herausgeber der Online  Zeitschrift www.sexual-offender-treatment.org. Er ist habilitiert an der Universität Ulm, Sektion Forensische Psychiatrie und Psychotherapie.

 Alle Trainer sind zertifiziert für Static-99, Stable-2007 und Acute-2007 gemäß den nordamerika­nischen Originalrichtlinien (www.static99.org).

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten erfolgen in Kürze. Anmeldungen sind ab November 2018 möglich.

 

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